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Govee TV Backlight 3 Lite – Mein Gadget des Jahres 2025

Warum dieses 80€-Gadget ein absoluter No-Brainer ist

Es gibt Gadgets, bei denen man sich nach dem Kauf fragt: Brauche ich das wirklich? Und dann gibt es Gadgets, bei denen man sich fragt: Warum habe ich mir das nicht schon vor Jahren geholt? Das Govee TV Backlight 3 Lite gehört definitiv zur zweiten Kategorie.

Als langjähriger Gadget-Enthusiast teste ich regelmäßig neue Technik für Gadget-Tester.de. Ich habe schon vieles ausprobiert – von High-End-Soundbars bis hin zu 3D-Beamern. Aber dieses unscheinbare LED-System für rund 80 Euro hat mich komplett überrascht. Es ist mein persönliches Highlight unter allen Neuanschaffungen des Jahres 2025.

Info

Produkt auf einen Blick

Produkt: Govee TV Backlight 3 Lite
Preis: ca. 80-90€ (oft im Angebot)
Verfügbare Größen: 40-50″, 55-65″, 75-85″ Zoll
Im Test: Version für 75-85″ (16.4ft / 5m LED-Strip)
Bewertung: ★★★★★ (5/5)

Meine Vorgeschichte mit Ambilight

Die Idee, den Fernseher mit reaktivem Umgebungslicht zu erweitern, fasziniert mich schon lange. Als die erste Govee-Generation auf den Markt kam, habe ich das System tatsächlich mehrfach im Bekanntenkreis verschenkt – mir selbst aber nie eines gekauft. Typisch, oder?

Bei einem Freund habe ich mal ein selbstgebautes Ambilight-System mit Raspberry Pi und LED-Strips gesehen. Beeindruckend, aber auch mit einigem Bastelaufwand verbunden. Die Original-Philips-Ambilight-Fernseher kannte ich ebenfalls aus dem Elektronikmarkt – technisch toll, aber eben nur in bestimmten TV-Modellen verfügbar und entsprechend teuer.

Als Gadget-Tester bin ich immer auf der Suche nach Produkten, die echten Mehrwert bieten. Immersion ist mir dabei besonders wichtig: Ob 3D-Beamer, meine Samsung Soundbar mit 7.1.4-Sound oder jetzt eben das Govee Backlight – ich will mittendrin sein im Geschehen.

Die Kaufentscheidung: 3 Lite vs. T2 Pro

Vor dem Kauf habe ich mich ausgiebig informiert. Die Wahl stand zwischen dem Govee Backlight T2 Pro und dem neuen 3 Lite. Nach einigen YouTube-Vergleichen wurde mir klar: Das 3 Lite bietet zwei entscheidende Vorteile.

  • Schwarzerkennung: Bei schwarzem Bildschirm schaltet sich das Licht automatisch aus – die älteren Modelle können das nicht
  • Letterbox-Erkennung: Schwarze Balken bei Kinofilmen werden ignoriert und nicht als „Farbe“ interpretiert

Zwar soll das T2 Pro bei der Farbdarstellung minimal intensiver sein, aber für mich war das Preis-Leistungs-Verhältnis des 3 Lite überzeugender. Für meinen 85-Zoll-Fernseher habe ich die größte Version genommen – im Angebot für rund 80 Euro. Meistens findet man das Produkt reduziert, der UVP liegt bei etwa 100-120 Euro.

„Ich wusste nicht so genau, worauf ich mich einlasse. Ich wusste nicht, wie gut das Ganze sein würde. Aber nach dem ersten Einschalten war mir klar: Warum habe ich mir das nicht schon vor Jahren geholt?“

Installation: Einfacher als gedacht

Die Einrichtung ist überraschend unkompliziert, auch wenn am Anfang ein bisschen Respekt vor der Aufgabe da war. Der LED-Strip besteht aus vier Segmenten (zwei längere für oben/unten, zwei kürzere für die Seiten), die durch flexible Kabelstücke an den Ecken verbunden sind.

Schritt 1: LED-Strip anbringen

Der Strip hat eine Kleberückseite – einfach Schutzfolie abziehen und an die Rückseite des TV-Rahmens kleben. Bei mir musste ich dafür kurz die Soundbar abnehmen, um auch unten gut arbeiten zu können. Die Klebekraft ist stark, das sitzt bombenfest. Wichtig: Die Kabelverbindungen an den Ecken sind etwas länger als nötig – selbst bei meinem 85-Zöller. Einfach sauber in die Ecken legen, damit nichts übersteht.

Schritt 2: Kamera und Sync-Box

Das System funktioniert über eine Kamera, die oben mittig auf dem TV montiert wird. Diese filmt das Bild und analysiert die Farben in Echtzeit. Die Kamera wird mit der Sync-Box verbunden, in die auch der LED-Strip und das Stromkabel kommen. Die Box selbst lässt sich mit dem mitgelieferten Kleber am TV befestigen.

Mein Tipp aus eigener Erfahrung

Bei mir fällt die Sync-Box immer wieder ab. Ich habe das mitgelieferte Reinigungstuch leider nicht benutzt – ein Fehler! Reinigt die Klebefläche am TV vorher gründlich, dann hält die Box auch dauerhaft. Alternativ kann man sie auch einfach hängen lassen, wenn die Kabelführung stimmt.

Schritt 3: Kalibrierung per App

Für die Einrichtung benötigt man die Govee Home App und einen Account. Im Lieferumfang sind kleine rote Schaumstoffmarker enthalten, die man an die Ecken und Kantenmitten des TVs klebt. Diese dienen der Kamera zur Orientierung bei der Kalibrierung. Die Marker nur ganz leicht andrücken – sie sollen keine Spuren hinterlassen.

In der App sieht man dann das Kamerabild und kann die Erkennungsbereiche feinjustieren. Das Ganze ist wirklich intuitiv gelöst. Nach der Kalibrierung richtet man eine sogenannte „DreamView“-Szene ein, die den Videomodus aktiviert. Ab dann reagiert das Licht automatisch auf das Fernsehbild.

Im Praxiseinsatz: Ein Gamechanger

Sobald das System läuft, versteht man sofort den Hype. Die ganze Wand hinter dem Fernseher erstrahlt in den Farben des aktuellen Bildinhalts. Bei Sonnenuntergängen in Filmen wird der Raum in warmes Orange getaucht, bei Unterwasserszenen in tiefes Blau, bei Explosionen flackert es rot und gelb.

Gaming-Erlebnis

Zu Weihnachten habe ich mir die PlayStation 5 Pro gegönnt (dazu gibt es noch einen separaten Testbericht). Aktuell spiele ich MotorFest – und ich bin überzeugt, dass ich dieses Spiel unter anderem deshalb so intensiv zocke, weil die Farben des Govee Backlights einfach so viel Spaß machen. Die bunten Rennstrecken-Umgebungen werden förmlich in den Raum projiziert.

Angenehmer für die Augen

Ein Effekt, den ich nicht erwartet hatte: Das Backlight ist tatsächlich angenehmer für die Augen. Der Kontrast zwischen hellem Bildschirm und dunklem Raum wird reduziert, weil der komplette Hintergrund auf einem ähnlichen Helligkeitsniveau liegt. Längere Film- oder Gaming-Sessions fühlen sich dadurch weniger anstrengend an.

Optional: Das Kit mit Light Bars

Ich habe mir das Govee TV Backlight 3 Lite Kit gekauft, das zusätzlich zwei 15-Zoll Light Bars enthält. Diese kann man links und rechts neben dem Fernseher aufstellen oder an die Wand kleben, um den Lichteffekt zu erweitern.

Die Bars werden über ein gemeinsames Kabel verbunden, dessen Mitte zur eigenen kleinen Steuerbox führt. In der App kann man dann definieren, welche Zone des Fernsehbildes auf welchen Bereich der Bars übertragen wird – jede Bar hat drei separat ansteuerbare Zonen.

Mein Problem mit den Bars

Ehrlich gesagt: Die Bars brauchte ich gar nicht unbedingt. Bei meinem Setup – 85-Zoll-TV in einer relativ schmalen Fernsehnische mit Wänden links und rechts – gab es ein Problem: Die Bars reflektierten ihr Licht über die seitlichen Wände zurück auf den stark spiegelnden TV. Die Kamera hat diese Reflexionen dann aufgenommen und als Teil des Bildes interpretiert. Ergebnis: Die Farben änderten sich nicht mehr richtig, weil das System quasi sein eigenes Licht gesehen hat.

Nach einigem Experimentieren habe ich die Bars schließlich hinter meinen PC-Monitor gestellt – dort sorgen sie jetzt für angenehmes Umgebungslicht beim Arbeiten. Wer genug Platz hat und die Bars mindestens 50cm vom TV entfernt aufstellen kann, wird damit sicher glücklich. Für mein Wohnzimmer-Setup war der LED-Strip allein aber völlig ausreichend.

✓ Vorteile

  • Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Einfache Installation und Einrichtung
  • Schwarzerkennung und Letterbox-Modus
  • Funktioniert mit allen TV-Inhalten
  • Alexa & Google Assistant kompatibel
  • Angenehmer für die Augen
  • Matter-kompatibel (via Update)

✗ Nachteile

  • Minimale Verzögerung bei Farbwechseln
  • Kabel müssen verstaut werden
  • Bei stark spiegelnden TVs: Reflexionsprobleme möglich
  • Selten: Fehlauslösung bei hellem Umgebungslicht

Zur Verzögerung: Kein echtes Problem

Ja, es gibt eine minimale Verzögerung zwischen dem Bildinhalt und der Lichtreaktion. Das ist systembedingt: Die Kamera muss das Bild erfassen, analysieren und dann die LEDs ansteuern. Diese Latenz ist sichtbar, wenn man gezielt darauf achtet.

Aber – und das ist der entscheidende Punkt – nach kurzer Zeit nimmt man es nicht mehr wahr. Das Gehirn blendet die Verzögerung aus, und man genießt einfach das erweiterte Lichtambiente. Bei schnellen Spielen wie Rennsimulationen ist es ohnehin egal, da die Farben sich ständig ändern. Und bei Filmen stört die minimale Latenz bei Kamerawechseln nach einer Weile überhaupt nicht mehr.

Alternativen und Varianten

Das Govee TV Backlight 3 Lite gibt es in verschiedenen Größen:

  • 40-50 Zoll: 7.8ft (ca. 2,4m) LED-Strip
  • 55-65 Zoll: 11.8ft (ca. 3,6m) LED-Strip
  • 75-85 Zoll: 16.4ft (ca. 5m) LED-Strip

Wer noch mehr will, kann zum Govee TV Backlight 3 Pro greifen (ab ca. 180€). Dieser bietet eine Triple-Kamera mit HDR-Unterstützung, dichtere LEDs und noch präzisere Farberkennung. Für die meisten Nutzer ist das 3 Lite aber mehr als ausreichend – selbst im direkten Vergleich fällt der Unterschied im Alltag kaum auf.

💡 Alternative: Philips Hue Sync TV App

Die Premium-Lösung ohne Kamera – aber zu welchem Preis?

Wer einen kompatiblen Samsung TV (QLED Q60 oder höher ab 2022) oder LG TV (ab 2024 mit webOS24) besitzt, kann alternativ zur Philips Hue Sync TV App greifen. Der große Vorteil: Die Synchronisation erfolgt direkt über den TV-Prozessor – keine externe Kamera, keine Sync Box nötig. Die App analysiert das Bildsignal intern und steuert die Hue-Lampen praktisch ohne Verzögerung.

✓ Vorteile

  • Keine externe Kamera nötig
  • Keine Sync Box erforderlich
  • Praktisch keine Latenz
  • Funktioniert mit internen Apps (Netflix, Disney+ etc.)
  • Abo-Option: 2,99€/Monat für 3 TVs

✗ Nachteile

  • App kostet 129,99€ (einmalig pro TV!)
  • Hue Bridge nötig (ca. 45-90€)
  • Hue Gradient Lightstrip nötig (180-230€)
  • Nur Samsung/LG TVs kompatibel
  • Gesamtkosten: 350-450€+

Kostenrechnung Philips Hue (65 Zoll TV)

• Hue Sync TV App: 129,99€ (einmalig) oder 2,99€/Monat
• Hue Bridge (Pro): 45-90€
• Hue Play Gradient Lightstrip 65″: ~200€

Gesamt: ca. 375-420€ vs. Govee 3 Lite: ~80€

Fazit: Die Hue-Lösung ist technisch eleganter (keine Kamera!), aber der Preis ist absurd. 130€ für eine App? Das ist schwer zu rechtfertigen – zumal man Bridge und Lightstrip noch extra kaufen muss. Für die meisten Nutzer ist Govee die deutlich sinnvollere Wahl.

Fazit: Absoluter No-Brainer

Das Govee TV Backlight 3 Lite ist eines dieser seltenen Produkte, bei denen man nach dem ersten Einschalten sofort weiß: Das war eine gute Entscheidung. Für rund 80 Euro bekommt man ein System, das den Fernsehabend, das Gaming-Erlebnis und sogar die Augengesundheit verbessert.

Die Installation ist einfach, die App funktioniert zuverlässig, und der Wow-Effekt ist garantiert – nicht nur bei mir, sondern bei der ganzen Familie. Wenn du nach einem Gadget suchst, das echten Mehrwert bietet und bei dem du nicht lange überlegen musst, ob es sich lohnt: Das hier ist es.

★★★★★

Klare Kaufempfehlung!

Technische Daten

ProduktnameGovee TV Backlight 3 Lite
LED-TechnologieRGBICW (4-in-1 Beads mit Weiß)
KameraFish-Eye-Korrektur-Kamera
SteuerungGovee Home App, Alexa, Google Assistant
Smart HomeMatter-kompatibel (via OTA-Update)
Verbindung2.4 GHz WLAN
FeaturesSchwarzerkennung, Letterbox-Modus, DreamView Sync, 99+ Szenen
Preis (UVP)ca. 90-120€ (oft im Angebot für 70-80€)

Dieser Testbericht basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen mit dem Govee TV Backlight 3 Lite. Das Produkt wurde selbst gekauft und nicht von Govee zur Verfügung gestellt.

Govee TV 3 Lite

Das von mir getestete Gerät:

Preis: ab 67,49 Euro

Govee Envisual TV T2

Das Vorgängergerät in der normal Variante:

Preis: ab 84,99 Euro